Training mit Herz

Wir sind für die Bewegung geboren! Die Richtigkeit dieser Feststellung wird uns immer wieder direkt oder indirekt vor Augen geführt. Das genetische Vermächtnis unserer Vorfahren verlangt geradezu einen ständigen Wechsel von körperlicher Belastung durch Bewegung und von ausreichender Erholung. Unser genetisches Betriebssystem erwartet 10 - 30 km pro Tag. Leider hat sich mit der Entwicklung der Anforderungsstrukturen in den heutigen Industriestaaten eine Art von „Passivitätsenthusiasmus“ etabliert, der eine besorgniserregende Größenordnung erreicht hat. Das durchschnittliche Bewegungsaufkommen einer weiblichen Bürokraft liegt heute bei ca. 250 - 1000m
auf der Wegstrecke vom Haus zum Auto zum Büro zum Auto zum Einkaufen zum Haus. Unser genetisches Betriebssystem erwartet aber etwas in der Größenordnung von 10 - 30 km pro Tag – letztendlich genau die Umfänge, die vor Jahrtausenden das Überleben unserer Spezies gesichert haben.

Dank Aufzug, Auto, Smartphone und Co. benötigen wir demnach unseren Kumpel Körper mit all seinen Fähigkeiten zum reinen Überleben nur noch in einem sehr geringen Umfang. Und Dank der modernen Medizin ist es auch möglich – zumindest eine gewisse Zeit – eine durchaus angemessene Lebensqualität zu bewahren. Nachteil dieser Lebenseinstellung ist, dass selbst die tollsten Entwicklungen von Tabletten, Operationen und Co. irgendwann an ihre Grenzen stoßen und dass diese „Über-Lebenshilfen“ – nebenbei – richtig viel Geld kosten. Die Kostenträger im Gesundheitswesen reagieren vermeintlich ökonomisch, indem sie im lockeren Wechsel Leistungen streichen und/oder Versicherungsbeiträge erhöhen.

Um sich in diesem Dilemma selbst einen kleinen Gesundheitsvorteil zu verschaffen, sich aus der kritischen Mitgliedschaft im Verband der vollkaskoversicherten perspektivmorbiden Leistungsempfänger zu verabschieden, bedarf es nicht sonderlich viel. Was schon sehr lange bekannt ist, ist das der zusätzliche Energiemehrverbrauch von 2000 kcal pro Woche durch körperliche Aktivität eine deutlich höhere Lebenserwartung in Verbindung mit einer höheren Lebensqualität mit sich bringt (Harvard et al 1986). Dieses zusätzliche „sich bewegen“ muss nicht zwingend eine rein sportliche Belastung sein, sondern kleine Veränderungen im Alltag sind ganz ausgezeichnete Unterstützer. Der Fahrstuhl ist passe, die Treppe ist mein Trainingsgerät. Ich kann ganz gezielt ein oder zwei Stationen früher aus dem Bus aussteigen als gewöhnlich und zum Ziel laufen. Etwa 30 Minuten Walzer tanzen verbraucht 170 kcal. Wenn ich nicht mehr kann, was ich will, muss ich wollen, was ich kann. Bin ich dann noch motiviert mein in mir schlummerndes Potential weiter zu reaktivieren, dann ist Sport mit all seinen Möglichkeiten das Mittel der Wahl. Beispielsweise verbrennt ein ruhiger Dauerlauf mit ca. 9 km/h in 30 Minuten 300 kcal zusätzlich an Energie.

Die Frage, welche Disziplin für mich geeignet ist, wie intensiv ich mich belasten sollte und wie lange und wie oft ich mich sportlich betätigen sollte, hängt ganz klar von der persönlichen Ausgangsituation ab. Die körperliche Leistungsfähigkeit wird durch Dinge beeinflusst wie z. B. akute oder chronische Erkrankungen, das Lebensalter, die sportliche Vergangenheit und durch den aktuellen Trainingszustand. Getreu dem Motto „Wenn ich nicht mehr
kann, was ich will, muss ich wollen, was ich kann.“ gibt es zahlreiche Anlaufstellen, die mit kompetenter Unterstützung dem interessierten Gesundheitssportler informativ und beratend zur Seite stehen: "Ich bin nicht nur verantwortlich, für die Dinge, die ich tue, sondern auch für die Dinge, die nicht tue." Sportvereine, Gesundheits- und Fitness- Studios oder Personal-Trainer sind hier genauso zu erwähnen, wie einige vorbildliche Krankenkassen, die eine sportmedizinische Untersuchung kräftig bezuschussen (Informationen hierzu bei den Krankenkassen direkt oder auch bei uns). Der erste Schritt ist der Wichtigste, denn „ich bin nicht nur verantwortlich, für die Dinge, die ich tue, sondern auch für die Dinge, die nicht tue“.

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